Im Auftrag der Wissenschaft.

Das schwedische Lund ist Wissenschaftlern aus diversen Fachgebieten – von Medizin über Chemie und Physik bis hin zu Maschinenbau – ein Begriff. Experten aus aller Welt erforschen hier seit Jahrzehnten die elektromagnetische Synchrotron-Strahlung. Seit 1987 sind hier drei Speicherringe mit zwölf Strahllinien für verschiedene Experimente gebaut worden. In den vergangenen fünf Jahren entstanden ein vierter und ein fünfter Speicherring, das MAX IV Laboratory, um die anderen drei zu ersetzen, die am 13. Dezember 2015 geschlossen wurden. Insgesamt wurde die Kapazität des Gebäudes auf 28 Strahllinien erweitert, sodass nun bis zu 2000 und damit jährlich doppelt so viele Wissenschaftler wie vorher im Labor forschen können. Der Bau des MAX IV Laboratory war eine Herausforderung: Es sollte in puncto elektromagnetischer Strahlung nicht nur die neueste Untersuchungstechnik installiert werden, es mussten auch die hohen Sicherheitsanforderungen für eine derartige Forschungseinrichtung erfüllt werden.

Die schwedischen Unternehmen Peab und Wihlborgs leiteten das Bauprojekt und zogen Hilti Experten für die Bereiche Messtechnik, Direktbefestigung, Dübel, Schraubtechnik und Installation zu Rate. Der Bau erfolgte in zwei Schritten: Zunächst entstand ein 420 Meter langer und zehn Meter breiter Tunnel mit zwei Meter dicken Wänden, um den Synchrotron-Linearbeschleuniger unterzubringen. Danach wurde rundherum das kreisförmige Labor in einer Höhe von zehn bis zwölf Metern und mit 650 Metern Umfang gebaut, das Platz für den grossen Speicherring mit sieben Strahllinien bietet. 

Hilti unterstützte während des Projekts auch Assemblin als Partner. Die schwedische Firma verantwortete die Installationen rund um Wärme, Sanitär und Sprinkleranlagen. Aufgrund extrem hoher Stabilitätsansprüche mussten alle Einbauten vor Vibration und Lärm geschützt werden. Sowohl von Assemblin als auch von Hilti waren Ingenieure vor Ort, kalkulierten und planten gemeinsam. Zudem stellten beide Partner sicher, dass auf der Baustelle stets genug Installationsmaterial vorhanden war. Ausserdem beriet Hilti hinsichtlich effizienter Befestigung, schulte Handwerker und konnte mit einem exakt auf die Anforderung zugeschnittenen Schienen- und Befestigungssystem eine zeit- und kostensparende Alternative zu anderen Techniken bieten. 

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