Finanzkennzahlen.

Die Geschäftsentwicklung in Nordamerika und Nordeuropa mit +10,2 beziehungsweise +5,9 Prozent Wachstum in Lokalwährungen war erfreulich. Auch die Regionen Zentraleuropa (+4,5%), Westeuropa (+1,7%) und Südeuropa (+6,3%) entwickelten sich positiv. Demgegenüber war das Umfeld in den Schwellenländern schwierig, getrieben vom niedrigen Ölpreis sowie anderen wirtschaftlichen und geopolitischen Spannungen. Die Wachstumsraten von +3,0 Prozent für Asien / Pazifik, +7,7 Prozent in Lateinamerika und +7,5 Prozent für Osteuropa / Mittlerer Osten / Afrika lagen unter den hohen Erwartungen für diese Regionen.

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am 15. Januar 2015 hat die Aufwertung des Frankens stark beschleunigt, sowohl gegen Währungen von Schwellen- als auch Industrieländern. Entsprechend übersetzte sich das Wachstum von +5,8 Prozent in Lokalwährungen in eine leicht negative Umsatzentwicklung von -2,5 Prozent in Schweizer Franken.

Fortgesetzte Investitionen in Wachstumsfelder

Trotz des SNB-Entscheids wurde die Unternehmensstrategie Champion 2020 mit unveränderter Geschwindigkeit umgesetzt. Dies galt insbesondere für alle damit verbundenen strategischen Investitionen in neue Produkte und Serviceleistungen. Die Aktivitäten im Bereich Software-Produkte und Digitale Kommunikation wurden deutlich gesteigert und die Präsenz im Vertrieb ausgebaut. Gleichzeitig erfolgten umfangreiche Investitionen in neue Infrastrukturen am Liechtensteiner Stammsitz sowie in den europäischen und nordamerikanischen Märkten. Verdeutlicht wird der Investitionsaufwand unter anderem durch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die wie geplant erneut erhöht wurden um +8,1 Prozent auf CHF 240 Mio.

Operatives Ergebnis auf Rekordniveau

Trotz Währungsdruck und der hohen Investitionen konnte das operative Ergebnis gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres leicht gesteigert werden: Dieses lag bei CHF 547 Mio. (Vorjahr 537 Mio.), der Jahresüberschuss bei CHF 410 Mio. (Vorjahr 426 Mio.) und die betriebliche Rentabilität (ROS) bei 12,5 Prozent (Vorjahr 11,9%). Die Kapitalrentabilität (ROCE) nahm auf erfreuliche 19,0 Prozent deutlich zu (Vorjahr 16,8%) und der freie Cashflow stabilisierte sich auf hohem Niveau bei CHF 335 Mio. (Vorjahr 383 Mio.).

Das starke operative Ergebnis ist der Arbeit der letzten Jahre zu verdanken. So wurde das Währungsexposure über Wertschöpfungsverlagerungen sowie Kostensenkungen im Franken-Raum reduziert. Begleitende Massnahmen zur Flexibilisierung von Kosten halfen darüber hinaus, schneller auf Umfeld-Veränderungen reagieren zu können.

Gesunde Bilanz

Aufgrund der guten Ergebnisse und des konservativen Finanzmanagements verfügt Hilti weiterhin über eine gesunde Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote ist mit 52 Prozent (Vorjahr 53%) unverändert hoch. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende 2015 auf CHF 1046 Mio. (Vorjahr 1223 Mio.). Im Rückgang um CHF 177 Mio. enthalten ist die Dividendenzahlung für 2014 in Höhe von CHF 455 Mio. Die Finanzschulden konnten per Ende 2015 auf CHF 490 Mio. reduziert werden (Vorjahr 553 Mio.). Für das Geschäftsjahr 2015 schlägt der Verwaltungsrat die Auszahlung einer ordentlichen Dividende in Höhe von CHF 205 Mio. (2014: 214 Mio.) vor.

Ausblick

Wirtschaftsinstitute gehen für 2016 von einem Wachstum in der Grössenordnung des Jahres 2015 aus. Gleichzeitig mehren sich auch Signale für steigende Volatilitäten, insbesondere in den Wachstumsmärkten. Die Hilti Gruppe ist aber zuversichtlich, dass die getätigten Investitionen ein höheres Wachstum als in 2015 ermöglichen und erwartet eine positive Entwicklung der wesentlichen Finanzkennzahlen.

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