Ein Jahr im Zeichen massiver Investitionen.

CEO-zitat
„2015 war entscheidend für den Erfolg von
Champion 2020.“
Christoph Loos, CEO

Welche besonderen Ereignisse zeichneten das Geschäftsjahr 2015 aus?

In erster Linie sehr positive. Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen, auch wenn wir unsere Umsatzziele nicht überall erreicht haben. Wir haben über 40 fantastische Neuprodukte eingeführt und konnten im Frühjahr unser neues Innovationszentrum am Hauptsitz in Liechtenstein in Betrieb nehmen. Wir haben dieses Jahr zum ersten Mal die Umsatzgrenze von USD 1 Mrd. in Nordamerika überschritten und haben in Plano, Texas, die neue Hauptverwaltung für diese Region eröffnet. Das Jahr war insgesamt von einer aussergewöhnlich hohen Dynamik geprägt. Nie zuvor haben wir in allen Geschäftsbereichen mit Investitionen, Einstellungen von Mitarbeitenden und intensiver Projektarbeit so viel angeschoben wie 2015. Dies wird sich in den kommenden Jahren sicherlich positiv in den Zahlen bemerkbar machen.

Natürlich waren wir auch mit Herausforderungen konfrontiert, allen voran der Freigabe des Wechselkurses des Schweizer Frankens zum Euro. Dazu kamen die deutliche wirtschaftliche Abkühlung in den Schwellenländern, der tiefe Ölpreis, der viele Investitionen gestoppt hat, oder auch das Russland-Embargo. Trotzdem sind wir zufrieden und überzeugt, dass 2015 ein enorm wichtiges Jahr für die Implementierung unserer Konzernstrategie Champion 2020 war.

Wie geht Hilti mit der neuen Währungsrealität im Frankenraum um?

Die Aufwertung des Frankens hat einen substanziellen Einfluss auf unser Ergebnis, die Belastung liegt in einem hohen zweistelligen Millionenbereich. Nach dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank am 15. Januar gab es intensive Diskussionen, ob wir unsere Vorwärtsstrategie mit den signifikanten Investitionen unter diesen Umständen so fortsetzen können.

Die Antwort war einhellig: ja. Vom Vertrieb bis zum Verwaltungsrat waren wir uns einig – alle stehen dahinter und glauben an den Erfolg von Champion 2020. Durch diesen Prozess hat sich die erste Aufregung in etwas Positives gedreht: Es ist beeindruckend zu sehen, wie mutig, selbstbewusst und sicher unser globales Team agiert.

Wie richtet sich Hilti auf die Anforderungen der Zukunft aus?

Ein tendenziell eher volatiler Baumarkt erfordert Beweglichkeit: Das Wichtigste ist für uns, den Spagat zu meistern zwischen strategischer Fokussierung und Agilität. Wir können mit unserer Strategie nicht im Stop-and-go-Modus voranschreiten, sondern müssen Investitionen wie geplant tätigen. Auf der anderen Seite brauchen wir eine gute natürliche Verteilung unserer Einnahmen und Ausgaben in den verschiedenen Währungen, um Volatilitäten entgegenzuwirken. Ausserdem müssen wir bei den Fixkosten flexibler werden, um schnell reagieren zu können.

Hier haben wir gute Fortschritte gemacht: Unsere Umsätze sind global besser verteilt und damit weniger abhängig von der Entwicklung in Europa. Auch bei den Kosten haben wir inzwischen eine deutlich breitere Streuung, die mehr im Einklang mit unserer Umsatzverteilung ist. Zusätzlich arbeiten wir in Bereichen wie Logistik, Forschung und Entwicklung viel mehr mit externen Partnern zusammen, was uns etwas Luft verschafft. Durch flexible neue Arbeitszeitmodelle in unseren Werken entstehen ebenfalls neue und effektive Spielräume.

Wo steht Hilti mit der Implementierung der Strategie Champion 2020?

2014 galt es, die Strategie in die Organisation zu tragen. Das hat eine grossartige Aufbruchsstimmung erzeugt. 2015 ist rückblickend sicherlich entscheidend für den Erfolg von Champion 2020. Denn dieses Jahr stand ganz im Zeichen massiver Investitionen in Vertriebskapazitäten, Serviceleistungen und Produktentwicklungen. Damit haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen und wollen in den kommenden Jahren die Früchte ernten, unser Umsatzwachstum deutlich beschleunigen und Marktanteile gewinnen.

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